Digital Twins at BIM World Munich 2025 – Wie Echtzeitmodelle die gebaute Welt neu definieren
Foto: © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
BIM World Munich 2025: Treffpunkt für die Zukunft der digitalen Zwillinge
Auf der BIM World Munich 2025 wird schnell klar, dass digitale Zwillinge vom Buzzword zur operativen Realität geworden sind. In den Vortragssälen, auf den Ständen und in vielen Gesprächen fällt immer wieder derselbe Begriff – Digital Twin – aber gemeint sind längst nicht mehr nur Visionen, sondern konkrete Lösungen, Echtzeitmodelle und laufende Referenzprojekte. Als Industrieanalyst und Journalist begleite ich die Diskussionen vor Ort und sehe, wie Planer, Betreiber, Softwareanbieter und Technologieunternehmen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten: Gebäude, Infrastrukturen und Systeme so transparent und steuerbar zu machen, dass sie nicht nur gebaut, sondern über ihren gesamten Lebenszyklus verstanden und optimiert werden können.
Der Messefokus verschiebt sich spürbar von der Frage „Was ist möglich?“ hin zu „Was funktioniert bereits im Alltag?“. Digitale Zwillinge werden als verbindende Ebene zwischen BIM, IoT, Facility Management, Sicherheitstechnik und Energieoptimierung präsentiert. In zahlreichen Vorträgen geht es darum, wie sich Datenströme aus realen Anlagen in Echtzeit in einem interaktiven Modell abbilden lassen – vom Campus über den Flughafen bis hin zum Krankenhaus. BIM World Munich wird damit zum idealen Ort, um zu sehen, wie Theorie und Praxis der digitalen Zwillinge zusammenwachsen.
- Vom Buzzword zur Praxis → digitale Zwillinge als zentrales Leitmotiv der Messe
- BIM World als Schmelztiegel → Planer, Betreiber und Tech-Anbieter denken gemeinsam in Systemen
- Fokus auf Realbetrieb → von der reinen Planung hin zu laufenden, echtzeitfähigen Modellen

BIM World Munich 2025: Digitale Zwillinge, Echtzeitmodelle und vernetzte Systeme im Mittelpunkt der Messe.
Foto: © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
Der Blick in die Messehalle zeigt, wie dicht das Ökosystem geworden ist: Von BIM-Authoring-Tools über IoT-Plattformen bis zu spezialisierten Digital-Twin-Lösungen reicht die Landschaft. Für viele Besucher ist die BIM World damit der Ort, an dem sie erstmals sehen, wie ihre eigenen Fragestellungen – etwa Betriebssicherheit, Energieeffizienz oder Nutzerkomfort – in einem gemeinsamen Echtzeitmodell zusammenlaufen können.
Was ein digitaler Zwilling wirklich ist: Vom 3D-Modell zum lebenden Echtzeitabbild
Um die vielen gezeigten Anwendungsfälle einordnen zu können, hilft eine klare Definition. Ein digitaler Zwilling ist mehr als ein schönes 3D-Modell einer Anlage oder eines Gebäudes. Er ist ein interaktiv begehbares, dreidimensionales Abbild der Realität, das fortlaufend mit aktuellen Daten versorgt wird. Man kann sich das vorstellen wie eine hochwertige 3D-Spielwelt: Man bewegt sich virtuell durch Räume, betrachtet Anlagen, öffnet technische Ebenen und liest dort nicht fiktive, sondern echte Live-Daten aus dem laufenden Betrieb ab.
Auf der BIM World wird dies zum Beispiel an Flughäfen, Krankenhäusern oder komplexen Campus-Strukturen demonstriert. Sensoren melden Belegung, Temperaturen, Energieflüsse oder Störmeldungen – und all diese Informationen erscheinen im digitalen Zwilling genau dort, wo sie im realen Gebäude entstehen. So entsteht ein lebendes Modell, in dem sich Verantwortliche orientieren, Ursachen nachvollziehen und Entscheidungen treffen können. Digitale Zwillinge werden damit zur visuellen und datengestützten Schnittstelle zwischen virtueller Planung und physischem Betrieb.
- Begehbares 3D-Abbild → als würde man durch ein Computerspiel laufen, nur mit echten Gebäudedaten
- Echtzeitdaten integriert → Sensorwerte, Auslastung, Störungen und Zustände direkt im Modell sichtbar
- Von der Planung in den Betrieb → der Zwilling begleitet das Objekt über seinen gesamten Lebenszyklus

Digital Twin Experience: Interaktiv begehbare 3D-Modelle mit Live-Daten aus realen Gebäuden.
Foto: © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
Die gezeigten Demonstratoren – von interaktiven Dashboards bis zu immersiven XR-Anwendungen – machen die Abstraktion greifbar: Digitale Zwillinge sind kein statischer Snapshot mehr, sondern ein lebendes System, das sich im Takt der Realität verändert und so zum zentralen Werkzeug für Planung, Betrieb und Optimierung wird.
Der Daten-Highway: Wie BIM, IoT und Betrieb zu einem digitalen Zwilling verschmelzen
Ein roter Faden vieler Vorträge auf der BIM World ist die Frage, wie heterogene Datenquellen technisch zusammenfinden. Der digitale Zwilling wird dabei als „Highway of Information“ beschrieben: Er verbindet klassische BIM-Modelle, historische Pläne, Sensorik, Gebäudeleittechnik, Sicherheitssysteme und Facility-Management-Prozesse zu einem durchgängigen Daten- und Prozessfluss. Statt isolierter Tabellen, getrennter Systeme und manueller Abstimmungen entsteht eine gemeinsame, visuell erfahrbare Datengrundlage.
Besonders greifbar wird dies im Kontext von Flughäfen und großflächigen Infrastrukturen. Viele Systeme – von der Klimatisierung über Zutritt und Sicherheit bis zur Passagierführung – erzeugen Informationen, die bisher selten in einem Gesamtbild zusammenlaufen. Der digitale Zwilling integriert diese Informationen, reichert sie mit Kontext an und macht sie in Echtzeit navigierbar. Für Betreiber bedeutet das: weniger Blindflug, mehr Transparenz und deutlich schnellere Reaktionen auf Abweichungen im laufenden Betrieb.
- Daten-Highway statt Datensilos → BIM, IoT, BMS und FM-Systeme fließen in ein Modell zusammen
- Kontext statt Rohdaten → Informationen werden räumlich, logisch und visuell verortet
- Schnellere Entscheidungen → Betreiber erkennen Probleme früher und können gezielter reagieren

Vom BIM-Modell zum Daten-Highway: Digitale Zwillinge verbinden Planung, Sensorik und Betrieb in einem System.
Visualisierung © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
In den Panels wird deutlich, dass nicht ein einzelnes Tool, sondern eine orchestrierte Architektur den Unterschied macht. Wer Datenstandards definiert, Schnittstellen öffnet und visuelle Oberflächen klug gestaltet, schafft die Basis dafür, dass digitale Zwillinge nicht nur in Pilotprojekten funktionieren, sondern in großflächigen Portfolios ausgerollt werden können.
Use Cases aus der Praxis: Vom Flughafen bis zum Krankenhaus
Ein großer Mehrwert der BIM World liegt in der Breite der gezeigten Anwendungsfälle. Digitale Zwillinge werden nicht auf einen Gebäudetyp reduziert, sondern reichen von Flughäfen und Bahnhöfen über Kliniken und Bildungsgebäude bis hin zu Stadtquartieren und Industriearealen. In vielen Sessions berichten Betreiber, wie sie mit Hilfe digitaler Zwillinge Komfort, Sicherheit und Effizienz gleichzeitig erhöhen – etwa durch dynamische Belegungssteuerung, vorausschauende Wartung oder simulationsgestützte Umbauplanung.
Besonders eindrucksvoll sind Beispiele, bei denen Echtzeitinformationen direkt mit dem Nutzererlebnis verknüpft werden. Live-Dashboards visualisieren Auslastungen, Wartezeiten oder kritische Anlagenzustände; XR-Anwendungen ermöglichen es, kritische Infrastruktur virtuell zu begehen, ohne Betriebsabläufe zu stören. So entstehen Werkzeuge, mit denen sich Szenarien durchspielen lassen, bevor physische Eingriffe erfolgen – ein Vorteil, der gerade in sicherheitskritischen oder hochfrequentierten Umgebungen kaum zu überschätzen ist.
- Breites Einsatzspektrum → Flughäfen, Krankenhäuser, Campus, Stadtquartiere und Industrie
- Mehr Sicherheit und Komfort → Echtzeitübersicht über kritische Anlagen und Nutzerströme
- Simulationsgestützte Entscheidungen → Umbauten und Eingriffe können virtuell erprobt werden

Digital Twin in Action: Betreiber steuern kritische Infrastruktur über ein visuelles Echtzeit-Dashboard.
Foto: © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
Die Gespräche auf der Messe zeigen, dass sich ein gemeinsames Verständnis herausbildet: Der digitale Zwilling ist kein Luxusprojekt, sondern ein Werkzeug, das hilft, knappe Ressourcen besser einzusetzen, Risiken zu minimieren und Nutzererfahrungen gezielt zu gestalten – gerade in komplexen, stark frequentierten Umgebungen.
Von statischem BIM zu lebendem Zwilling: Echtzeit-Modelle als neue Betriebsebene
Viele der gezeigten Lösungen adressieren ein konkretes Spannungsfeld: BIM-Modelle sind in der Planung unverzichtbar, landen aber nach Projektabschluss oft als statische Dateien im Archiv. Digitale Zwillinge knüpfen genau hier an und führen das Modell in eine neue Phase über. Aus dem Planungsmodell wird ein lebendes Echtzeitmodell, das mit Betriebsdaten gefüttert und laufend aktualisiert wird. Damit entsteht eine zusätzliche Ebene zwischen klassischer Dokumentation und operativem Tagesgeschäft.
Im Austausch mit Ausstellern und Vortragenden wird deutlich, dass dieser Übergang ein kulturelles und technisches Thema zugleich ist. Es geht darum, BIM-Daten so aufzubereiten, dass sie langfristig pflegbar sind, Schnittstellen zu Sensorik und Leitsystemen zu definieren und visuelle Oberflächen zu gestalten, die Teams im Alltag wirklich nutzen. XR-Anwendungen – vom Desktop bis zu Headsets – spielen dabei eine wachsende Rolle: Sie machen komplexe Anlagen begehbar und erlauben es, Wartung, Schulungen oder Störfallübungen im digitalen Zwilling vorzubereiten, bevor im Realbetrieb eingegriffen wird.
- BIM als Fundament → aus Planungsdaten wird die Basis für den digitalen Zwilling
- Echtzeitschicht obenauf → Sensorik, BMS und FM-Systeme halten das Modell ständig aktuell
- XR als Zugangsebene → komplexe Systeme werden begehbar, erlebbar und trainierbar

Immersive Twin Experience: XR macht aus komplexen Gebäudemodellen begehbare Erfahrungsräume.
Foto: © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
Die Kombination aus BIM, Echtzeitdaten und immersiver Visualisierung markiert einen Wendepunkt: Gebäude und Infrastrukturen werden nicht mehr nur geplant und betrieben, sondern kontinuierlich beobachtet, simuliert und weiterentwickelt – mit dem digitalen Zwilling als dauerhaftem Begleiter.
Lernkurve der Branche: Zehn zentrale Erkenntnisse von der BIM World 2025
Aus Gesprächen, Vorträgen und Demonstrationen kristallisieren sich einige wiederkehrende Learnings heraus. Erstens: Digitale Zwillinge werden heute klarer definiert und nicht mehr nur als Schlagwort verwendet. Zweitens: Der größte Mehrwert entsteht dort, wo Planung, Betrieb und Datenströme gemeinsam gedacht werden – nicht in isolierten Pilotprojekten. Drittens: Die Branche hat erkannt, dass es nicht ausreicht, einzelne Funktionen zu zeigen; gefragt sind belastbare Architekturen, die über viele Jahre tragfähig bleiben.
Viertens: Betreiber betonen, dass ein digitaler Zwilling nur so wertvoll ist wie die Prozesse, die ihn nutzen – Schulung, Organisationsentwicklung und klare Verantwortlichkeiten sind daher ebenso wichtig wie Technologie. Fünftens: Es entsteht eine neue Rolle zwischen Planung und IT-Betrieb – Menschen, die sowohl 3D-Modelle als auch Datenpipelines, Sensorik und Geschäftsprozesse verstehen. Und sechstens: Viele Besucher sehen digitale Zwillinge nach dieser Messe nicht mehr als Spezialthema, sondern als zukünftigen Standard im Bestand, insbesondere für komplexe Liegenschaften und sicherheitskritische Umgebungen.
- Klare Definition → digitale Zwillinge werden als lebende, datengetriebene Modelle verstanden
- Architektur statt Einzeltool → nachhaltige Strukturen zählen mehr als kurzfristige Effekte
- Menschen im Mittelpunkt → Organisation, Schulung und neue Rollen entscheiden über den Erfolg

Branchenblick nach vorn: Panels und Diskussionen zeichnen den Weg zum Digital-Twin-Standard im Bestand.
Foto: © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
Im Fazit dieser BIM World wird deutlich, dass digitale Zwillinge keine Randerscheinung mehr sind. Sie entwickeln sich zum verbindenden Prinzip für Planung, Betrieb und Weiterentwicklung der gebauten Umwelt – und damit zu einem der spannendsten Felder für alle, die Digitalisierung nicht nur als Softwareprojekt, sondern als langfristige Infrastruktur verstehen.
Video: Digital Twin Impressions – Stimmen und Szenen von der BIM World
Das folgende Video fasst die wichtigsten Eindrücke von der BIM World Munich 2025 zusammen. Es zeigt Ausschnitte aus Vorträgen, Live-Demonstrationen interaktiver Zwillinge, Gespräche mit Ausstellern und kurze Szenen aus dem Messealltag. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wie sehen digitale Zwillinge in der Praxis aus? Welche Daten fließen ein? Und wie erleben Besucher die neuen Visualisierungs- und Steuerungsmöglichkeiten?
BIM World Impressions: Digitale Zwillinge und Echtzeitmodelle im Einsatz – direkt von der Messebühne.
Video: © Ulrich Buckenlei | XR Stager Magazin auf der BIM World Munich 2025 in München
Die Sequenz zeigt, wie vielfältig das Thema inzwischen geworden ist – von technischen Deep Dives bis zu strategischen Panels, von Start-ups bis zu etablierten Industrieplayern. Digitale Zwillinge erscheinen dabei nicht als fertige Antwort, sondern als leistungsfähige Plattform, auf der sich die nächsten Innovationsstufen aufbauen lassen.
Das Visoric Expertenteam in München
Die Einordnung der auf der BIM World gezeigten Digital-Twin-Strategien basiert auf langjähriger Erfahrung in XR, AI, Digital Twins und Industrial Metaverse. Das Visoric Team in München unterstützt Unternehmen dabei, komplexe Technologien verständlich zu visualisieren, mit Bestandsdaten zu verbinden und in greifbare Lösungen für Planung und Betrieb zu übersetzen.
- Strategische Beratung → Digital Twins, BIM-basierte Bestandsmodelle, Industrial Metaverse
- Design & Visualisierung → Echtzeit-3D, Messe-Inszenierungen, Digital-Twin-Erlebnisse
- Technische Umsetzung → Datenintegration, Edge- und Cloud-Anbindung, immersive Räume

Das Visoric Expertenteam: Ulrich Buckenlei & Nataliya Daniltseva
Source: Visoric GmbH | Munich 2025
Wenn Sie digitale Zwillinge aufbauen, bestehende BIM-Modelle in lebende Echtzeitumgebungen überführen oder immersive Steuerungs- und Schulungsszenarien entwickeln möchten, begleitet Sie das Visoric Team von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung – technikorientiert, visuell hochwertig und strategisch fundiert.
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Kontaktpersonen:
Ulrich Buckenlei (Kreativdirektor)
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Nataliya Daniltseva (Projektleiterin)
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E-Mail: nataliya.daniltseva@xrstager.com
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